Mittwoch, 7. Februar 2018

Rezension zu DIE NEUN PRINZEN VON AMBER - BAND 1 - von ROGER ZELAZNY




Die Chroniken von Amber

Autor/in: Roger Zelazny
Übersetzer/in: Thomas Schlück
Seitenanzahl: 268
Erscheinungstermin: 14.10.2017
Verlag: Klett-Cotta
















Nach einem Autounfall wacht Corwin, seiner Erinnerungen beraubt, in einer obskuren Klinik im Staate New York auf – er ist auf der Erde gestrandet, die zu den Schattenwelten gehört. Schnell findet Corwin heraus, dass er Teil der großen Königsfamilie von Amber ist, und er unternimmt alles, um in sein Reich zurückzukehren und seinen Bruder Eric vom Thron zu stürzen. 

Prinz Corwin lebte nach einem Gedächtnisverlust auf der Erde, ohne zu wissen, wer er ist. Als eines Tages ein Mitglied seiner Familie versucht, ihn zu töten, beginnt er, nach seiner Vergangenheit zu forschen.


Und so setzt er alles daran, in das Königreich Amber zurückzukehren. Bald schon erfährt er, dass seine Verwandtschaft über einige sehr ungewöhnliche Kräfte verfügt. Alle Nachfahren des Königshauses können zwischen Amber, den Schattenwelten und dem Chaos hin- und herreisen, indem sie die Realität manipulieren. Sie benutzen magische Spielkarten, um zu kommunizieren und sich an andere Orte zu versetzen. Aber vor allem sind sie alle in einen erbarmungslosen Kampf um den Thron verstrickt. Und nicht zuletzt muss das Geheimnis um das Verschwinden ihres königlichen Vaters Oberon aufgedeckt werden.




Die Cover passen sowohl auf den ersten als auch auf den zweiten Blick toll zum Inhalt. Das weiß man aber natürlich erst nach dem Lesen. Ich nehme an, dass der Herr auf dem Cover Corwin ist. 

Corwin wacht im Krankenhaus auf und seine Größte Sorge sind gleich zu Beginn vor allem die Nadeln der Krankenschwestern. Recht schnell bemerkt er, dass er sich an seine Vergangenheit nicht erinnert. Mit kleinen Tricks behilft er sich wirklich gut und macht sich auf die Reise zu seinem ersten Hinweis aus der Vergangenheit...

Der Autor erzählt die Geschichte aus der ICH Perspektive. So hat man einen guten Einblick in die Gedanken von Corwin. Das ist auch nötig, weil man sonst wirklich keine Hinweise bekommt. Der Stil des Autors ist sehr speziell, passt aber zu der Grundidee der Geschichte. Ich finde die Charaktere sind alle etwas spleenig bzw. verrückt. 

Corwin erlangt nach und nach seine Erinnerungen zurück. Er ist aber wirklich gut darin, ohne seine Erinnerungen zu agieren. Er manipuliert und legt "die Karten" wie er sie benötigt. Das scheint in seinem Wesen verankert. Obwohl er schon Veränderungen durchmacht nach seinem Gedächtnisverlust. 

Die Ideen des Autors sind toll, gerade in Bezug auf Amber und den Palast. Die "Trümpfe" finden einen Platz, nach dem Ende des ersten Teils bleiben aber natürlich noch Fragen, schließlich ist es eine längere Reihe. 

Die Umsetzung ist sehr komplex und ich finde nichts für Anfänger in diesem Genre. Durch den Gedächtnisverlust ist alles wirklich sehr undurchsichtig und als Leser muss man sehr geduldig sein, bis man Antworten bekommt. 


Der Autor erzählt mit seinem speziellen Stil eine Geschichte, die wirklich gut durchdacht ist. Ebenso wie Corwin muss man sich als Leser die Informationen zusammen suchen, das ist in dieser komplexen Welt nicht immer einfach. Diese Reihe empfehle ich geübten Lesern, die Herausforderungen mögen. 





4 von 5 Salatköpfen 



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