Montag, 8. Januar 2018

Rezension zu HOUSTON HALL von MARY CRONOS





Schatten der Vergangenheit


Autor/in: Mary Cronos  
Seitenanzahl: 598
Erscheinungstermin: 02.01.2018
Verlag: Feelings















Anthony lebt allein auf dem Familienlandsitz Houston Hall in Nordengland, seit seine ganze Familie einem schrecklichen Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Der Tod der Eltern und der geliebten Schwester haben den aufstrebenden Anwalt aus Edinburgh zu einem anderen Menschen gemacht; die Dorfbewohner halten ihn für wunderlich, manche gar für verflucht.

Nachdem er die letzte Haushaltshilfe gefeuert hat, steht überraschend eine junge Frau vor der Tür, die sich auf die Stelle bewirbt: Mary Smith. Mit Mary beginnt Anthony wieder am Leben teilzunehmen und lässt sogar – wenn auch zögerlich – Gefühle zu. Doch er weiß nicht, wen er in sein Herz lässt: Mary weiß um die Wahrheit hinter dem Unglück seiner Familie. Sie weiß um die Monster, die nicht nur sein Leben bedrohen, denn sie stellt sich ihnen schon seit 200 Jahren in den Weg. Als plötzlich eine Totgeglaubte wieder auftaucht, ist Mary sicher, dass er in großer Gefahr schwebt. Nun muss sie kämpfen, um zugleich Houston Hall und ihre Liebe zu Anthony zu retten.



Sowohl das Cover als auch der Klappentext haben mich enorm angesprochen. Also half es alles nichts, ich musste mir selbst einen Einblick verschaffen. 

Anthony lebt allein auf Houston Hall. Vor ein paar Monaten war sein Leben noch von Rechtsstreitigkeiten und einem Alltag bestimmt. Nun, nach dem Mord an seiner gesamten Familie, kümmert er sich um das Anwesen. Das klappt mehr schlecht als recht. So hat er schon wieder eine Hausangestellte entlassen, seine letzte übrig gebliebene Angestellte macht ihm deutlich, dass sie alleine nicht die ganze Arbeit übernehmen kann. So kommt es doch sehr gelegen, dass Mary Smith vor der Tür steht und eine Anstellung sucht. Anthony ist zunächst nicht begeistert, schließlich will er den Mord an seiner Familie aufklären und Mary wirft so viele Fragen auf. Anthony macht sich auf die Suche nach Antworten und diese Suche wird von Gefahren begleitet. 

Ich muss sagen, der Stil hat mir direkt gefallen. Die Autorin hat das Buch in mehrere Teile aufgeteilt. Der erste Teil wird aus der Sicht von Anthony erzählt. In diesem Teil gibt es vor allem viele Fragen und Geheimnisse. Die Autorin hat regelmäßig Kapitel eingefügt, die aus der Vergangenheit erzählen. So bekommt man einen tollen Überblick, denn all die Geschehnisse fügen sich nach und nach zu einem Ganzen zusammen. Im zweiten Teil erzählt die Autorin aus der Sicht von Mary weiter. Der zweite Teil ist düster und gefährlich, und der Leser bekommt ein paar Antworten. Im letzten Teil wird es rasant, die Autorin hat wirklich alles gegeben.

Ich muss sagen, diese Geschichte hat mich überrascht. Erst einmal die Länge, mit knappen 600 Seiten wirklich ein Brocken. Dann die Grundidee und die Umsetzung. Ich fand das Ambiente toll und das Setting konnte mich auch überzeugen. Die Autorin führt einen schon das eine oder andere mal an der Nase herum, am Ende wird dann alles aufgelöst. Aber bis dahin ist es ein langer Weg, der gerade im ersten Teil für mich manchmal die eine oder andere Länge hatte. Aber ich glaube, das werden andere nicht so empfinden. 

Anthony ist zu Beginn ziemlich vereinsamt. Er isst kaum, schläft wenig, er steckt immer nur in den Büchern. Doch im Laufe der Geschichte verändert er sich, sehr positiv wie ich finde. 
Über Mary möchte ich gar nicht so viel sagen, das sollte man selbst herausfinden. Sie hat auf jeden Fall Humor und ist nicht auf den Mund gefallen. Also absolut das Gegenteil von Anthony. 


Für mich hat die Autorin hier ein solides Verlagsdebüt geschrieben. Grundidee und Umsetzung waren mal was anderes und vor allem die Stimmung und das Setting haben wir wirklich gut gefallen. Für alle, die es geheimnisvoll, düster, gefährlich und natürlich  auch ein bisschen romantisch mögen. 




5 von 5 Salatköpfen 



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