Samstag, 22. Juli 2017

Selfpublisher Samstag - TIPPS FÜR SELFPUBLISHER #1



Heute ist wieder Samstag und damit Selfpublisher Samstag. Dieses Mal werden wir etwas mehr an das Thema Werbung gehen, schaut doch mal rein...




Mittlerweile haben wir schon ganze fünf Samstage in Folge für unsere Selfpublisher eingerichtet. Wir haben einen großen Andrang für diese Aktion und freuen uns mega darüber. Dadurch haben wir aber auch schnell feststellen können, dass bei den Autoren die Themen Werbung und Marketing sehr unterschiedlich ausgeprägt sind. Vor allem die Erfahrungen sind unterschiedlich. Da der Unterschied zu einem Verlagsautor vor allem darin liegt, dass die Selfpublisher einen Großteil der Werbung komplett selbst übernehmen ist dieses Thema eindeutig wichtig. Wichtig genug, um es mal etwas genauer aufzugreifen.

Stephi und ich bloggen nun bald vier Jahre zusammen, in diesen vier Jahren haben wir viel gelernt und nun ist es an der Zeit unsere Erfahrungen weiter zu geben.

Durch den engen Kontakt mit den Autoren ist vor allem bei den "frisch geschlüpften" aufgefallen, dass es schwer fällt das eigene Buch an den Leser zu bringen. Das hat verschiedene Gründe, einerseits sind die Autoren unsicher und andererseits ist es die Frage nach den Kosten die Unsicherheit schafft. Wir wollen das Thema Werbung und damit Marketing ein wenig näher aufgreifen und so einige der Unsicherheiten aus dem Weg schaffen. 

Beginnen wir mal am Anfang. Das Buch ist geschrieben, das Cover und der Klappentext sind fertig und ein Lektorat ist durch, oder zwei, das läuft ja bei allen Autoren unterschiedlich. Was dann kommt ist viel Arbeit und viel Mühe, denn das Buch muss auf dem Markt sichtbar sein. Und dazu gibt es einige Möglichkeiten: 

1. Facebook, Instagram, Twitter etc. (soziale Netzwerke)


Die sozialen Netzwerke sind eine der größten Werbemöglichkeiten überhaupt und das wirklich gute, sie kosten nichts, außer Zeit und Mühe. Legt Euch einen Autoren Account an, ich würde Facebook empfehlen, weil man enorm viele Möglichkeiten hat. Instagram ist eine große Community und man hat sehr schnell Leser. Hier gilt die Devise, je mehr anderen Menschen man selbst folgt desto mehr folgen einem auch. Das ist bei Instagram ein starkes Nehmen und Geben. Twitter haben wir persönlich direkt mit Facebook verbunden, so wird alles automatisch zu Twitter geleitet, das spart einfach Zeit. 
Aus unserer Sicht sollte wenigstens ein Facebook Account bestehen. So kann man sich auch deutlich besser mit den Lesern direkt austauschen. Und am Wichtigsten hier, regelmäßige Beiträge, nur so kann man die Reichweite steigern, und man fällt den anderen Community Mitgliedern ins Auge. Hier hilft auch Teilen in den vielen Gruppen für Bücherfans. 
Aber Vorsicht! Viel hilft nicht immer viel, man muss ein gesundes Maß finden, schließlich will man niemanden spamen oder gar vergraulen. 


2. Homepage und Newsletter
Homepage finde ich persönlich informativ, aber über soziale Netzwerke lässt sich ein Beitrag einfach viel schneller verbreiten. Wenn man selbst nicht so geübt ist sich einen Internetauftritt zu basteln und auch die Zeit und das Geld nicht investieren möchte sollte man darauf achten, bei den Plattformen wie Amazon, Thalia etc. seine Vita ansprechend aufzubauen. 
Ein kleiner Text oder ein Bild, schon hat man seine wichtigsten Infos gut unter gebracht. 
Newsletter sind eine Zeitfrage, schließlich sollten sie regelmäßig erscheinen und informativ sein. Ansprechend mit Bildern sollte er schon sein, damit möglichst viele Leser auch Lust haben ihn zu lesen. Auch hier sind Regelmäßigkeit und das Aktualisieren der Homepage wichtig. 

3. Autorencommunity

Ganz wichtig und nicht zu unterschätzen! In Amerika schon sehr lange üblich schwappt es seit einiger Zeit immer mehr nach Deutschland. Die Autoren verbinden sich, sie bewerben sich gegenseitig indem sie auch mal Beiträge von anderen Autoren teilen. Das steigert die Reichweite für alle Beteiligten enorm und man kann sich austauschen. Gemeinsame Aktionen überlegen, Gewinnspiele, Lesungen, was immer Euch so einfällt. Hier sind der Kreativität eine Grenzen gesetzt. Und gemeinsam macht es auch mehr Spaß!

4. Buchblogger 

Blogger gibt es wahnsinnig viele. Sie sind unterschiedlich, fleißig, und lieben Bücher. Und vor allem bringen sie Erfahrung und Begeisterung mit, das führt dazu, dass sie unheimlich kreativ sind. Das Thema Blogger greifen wir gesondert noch einmal genauer auf, auch hier gibt es ein paar Dinge die man beachten sollte. Was direkt zu Anfang helfen, Kontakt aufnehmen. Entweder per Email, oder mit ein wenig Werbung per Post (Anschriften der Blogger findet Ihr immer im Impressum. Wenn das nicht vorhanden ist, Finger Weg!), oder was immer einem sonst so einfällt. 
Schaut Euch um, stöbert und sammelt ein paar Blogger, deren Blogs Euch gefallen. Prüft ob Sie in Euer Genre passen und Selfpublisher überhaupt lesen, Wichtig! Sonst ist es verlorene Mühe. 
Und dann schreibt nette Mails, stellt Euch vor und natürlich Euer Buch. Die meisten Blogger sind interessiert und neugierig auf neuen Lesestoff. Wenn wir persönlich eine Anfrage ablehnen empfehlen wir manchmal Blogger, die einfach besser zum Buch oder zum Autoren passen, sicher reagieren auch viele auf direkte Nachfrage. 
Ganz ohne Blogger werdet Ihr nicht auskommen. Dafür ist die Community einfach zu wichtig. Aber die Ideen und Initiativen der Blogger sind unschlagbar. Also keine Angst, wir beißen nicht! Und nicht entmutigen lassen! 


5. Leserunden

Hierfür würde ich immer Lovelybooks empfehlen. Weil es einfach übersichtlich ist 
und sehr gut besucht. Der Vorteil hier, ihr bekommt ehrliche Rückmeldungen und am Ende Rezensionen. Ihr bekommt in einer Leserunde Feedback, von Menschen, die wirklich viel Lesen. Das empfinde ich als total wichtig, denn nur so kann man über sich hinaus wachsen. Man lernt dabei natürlich auch, mit der Meinungen der Leser umzugehen. Das ist sicher nicht immer leicht, aber auch hier wird man sichtbar. 
Man bekommt Kontakt mit den Lesern und häufig auch Bloggern. Es ergibt sich einfach enorm viel. Der Zeitaufwand ist größer, schließlich sollte man als Autor auch ein wenig aktiv dabei sein um den Austausch zu steigern. Besonders mochte ich immer, wenn der Autor meine abschließende Rezension kommentiert hat. Zeigt den Lesern, dass Euch seine Meinung wichtig ist!


6. Marketing Agenturen

Wenn man selbst nicht so versiert ist oder die Zeit nicht hat, kann man sich eine Marketing Agentur suchen und sich von dieser ein Konzept erstellen lassen. 
Hier ist das Angebot groß und jeder muss hier wirklich für sich entscheiden, wohin er passt. Das ist wie bei einem Arzt, da geht man auch nicht zwingend zum ersten den man findet. Stöbern, Anschreiben und über Vorstellungen sprechen gilt auch hier. Die Preise sind sehr unterschiedlich und auch das Angebot. Eine lohnende Investition, denn hier bekommt man alles direkt aus einer Hand und ist damit gut versorgt. 



7. Zeitungen, Presse allgemein

Ich persönlich finde, Ihr solltet Biss haben und in großen Dimensionen denken. Das bringt natürlich mit sich, dass man evtl. auch mal einen Rückschlag einstecken muss. Aber das bringt einen ja nicht gleich um. 
Presse und Magazine mit Büchern finde ich enorm wichtig. Je mehr Infos an Presseverteiler gehen, desto besser. Hierfür findet man im Internet schnell eine Vorlage für eine Pressemitteilung und auch Sammlungen von Zeitungen und deren Presseverteiler. Auch die örtlichen Zeitungen machen gerne Interviews mit Autoren, einfach mal anfragen. Hier ist die Frage nach eventuellen Kosten sicher nicht verkehrt. Ansonsten immer raus mit den Emails!


8. Alles rund um Bücher ist wichtig!

Es hängt immer davon ab, wie man es verpackt. Die örtliche Buchhandlung oder die Bücherei sind Ansprechpartner. Messen oder Lesungen sind immer gut. Hier hilft sicher nur "Klinken putzen". Eurer Kreativität ist keine Grenze gesetzt. Traut Euch auch mal etwas neues zu probieren. Gerade diese Ideen sind viel wert und man sticht aus der Masse hervor!




Wir hoffen, dass unser Beitrag erst einmal genug Informationen bietet und wir nichts vergessen haben. Einige Punkte werden wir noch genauer besprechen, aber das sind die Grundinfos, die man für die erste Werbung braucht. 

Jeder hat seine eigenen Wünsche und so solltet Ihr die Werbung auch aufbauen. Seid kreativ und schreibt nicht ab. Macht was Euch gefällt und steht dahinter und dann heißt es Durchhalten. Denn nur, wer auch stetig zu sehen ist, steigert auch die Reichweite und damit hoffentlich natürlich die Verkäufe. 

Die meisten unserer Ideen sind kostenlos. Das Einzige, dass Ihr wirklich investieren müsst sind Zeit und Lust darauf neue Ideen umzusetzen. Seid nicht schüchtern, rückt Euch in ein Licht, das zu Euch passt. Ihr solltet Euch wohlfühlen, das sollte nicht untergehen. 

Gebt uns doch Feedback. Wie sind Eure Erfahrungen mit der Werbung? Sind unsere Vorschläge hilfreich für Euch? Wir freuen uns über Rückmeldungen!






Bilder von Pixabay


Kommentare:

  1. Hey Julia! Das war ein sehr interessanter Beitrag :) Danke für die Tipps. LG Alexandra

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  2. Hallo Julia,
    ich danke dir für diese Tipps. Ich habe gerade erst mein eBook veröffentlicht, bin noch Newbe im SP-Geschäft und froh für jeden Hinweis, wie ich jetzt weitermachen soll. Klar, ich habe als Verlagsautorin schon ein wenig Erfahrung gesammelt, aber auf eigenen Beinen zu stehen ist nochmal etwas anderes. ;-)
    Vielen Dank also und liebe Grüße aus Trier,
    Sandra Baumgärtner

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