Montag, 13. März 2017

Rezension zu SUMERLAND - PRINZESSIN SERISADA - von JOHANNES ULBRICHT


Titel: Sumerland - Band 1 - 
Prinzessin Serisada

Autor/in: Johannes Ulbricht
Verlag: Panini 
Erscheinungstermin: 22.08.2016
Seiten: 352
Genre: Fantasy


















Nur wenige Eingeweihte wissen, dass unsere Zivilisation nichts als eine kollektive Illusion ist, in der die Menschen gefangen gehalten werden. In Wahrheit tobt ein geheimer Krieg in der phantastischen Realität hinter der Scheinwelt unseres Alltags. Auf der einen Seite steht der babylonische Stadtkegel von Waylhaghiri, in dem alle Zivilisationsepochen der Menschheit übereinander geschichtet sind. Diese einzige Stadt auf der Welt lebt von der Perfektionierung der zivilisatorischen Ästhetik. Glamour, Moden und kalkulierte Manipulation sind bis in die Intimsphäre allgegenwärtig. In diesem System müssen die Bewohner ihren sozialen Status jeden Tag aufs Neue verteidigen. Auf der anderen Seite steht die umgebende Wildnis des Sumerlandes, in der Tiermenschen leben, die verspielt und kindlich, aber auch unberechenbar und grausam sind. Die jahrhundertealten, doch ewig kindlichen Herrscher beider Reiche, Prinz Zazamael und Prinzessin Serisada, kämpfen erbittert um die Vorherrschaft. Zazamael benötigt für die endgültige Dominanz seines Reiches – die in Form einer Emulsion von Traum und Wirklichkeit namens „große Fusion“ erfolgen soll – den „wilden Wein“ als rettendes Elixier. Auf der Suche nach dem „wilden Wein“ dringt er unter ständiger Bedrohung durch die sumerländischen Tiermenschen ins Herz von Serisadas Reich vor. Auf dieser Reise werden alle seine Gefährten einer nach dem anderen hingemeuchelt, wobei der Prinz das eigentliche Ziel des Attentäters zu sein scheint. Erst einen Schritt vor dem Ziel angekommen erkennt Zazamael, wer der Mörder ist. Währenddessen gelingt es Serisada, als Spionin in Waylhaghiri einzudringen. Dort hat sie die schwierige Aufgabe, sich in der Zivilisation zu behaupten, ohne enttarnt zu werden. Zunächst gelingt ihr eine beachtliche Karriere als Designerin, bis es zu einem der regelmäßigen Zusammenbrüche der ästhetischen Muster in Waylhaghiri kommt, wodurch – wie jedes Mal – ein Teil der Stadt untergeht, indem er von dem tödlichen Silber bedeckt wird. Leider ist es der Teil der Stadt, den Serisada designt hat und in dem sie lebt.




Ich fand das Cover wahnsinnig schön und auch der Klappentext hat mich sehr angesprochen. Ich fühlte mich ein wenig an Matrix erinnert und hab gehofft, dass ich mit diesem Buch mal eine neue Welt entdecken kann. 

Zum Inhalt muss ich sagen verrät der Klappentext wirklich schon viel mehr als man vor dem Lesen ahnt, daher verrate ich an dieser Stelle nicht noch mehr. 

Der Stil des Autors ist sehr speziell und ich hatte wirklich alle Mühe in die Geschichte zu finden. Die Protagonistin kann als eine der wenigen durch die Illusion sehen und lebt so zwar in dieser, aber Sumerland ist ihr ständiger Begleiter. So auch Andi, mit dem sie die ganze Zeit spricht, das wirkt immer ein wenig als wäre sie verrückt. Der Autor wechselt immer zwischen den unterschiedlichen Charakteren und Welten, das ist zwar recht übersichtlich, aber man braucht länger bis einem die Charaktere geläufig sind. 

Ich muss ehrlich sagen, ich habe mich sehr durch das Buch gequält, das lag vor allem am Stil. Ich mag die Grundidee und für eingefleischte Fans des Spiels ist es sicher auch ein Must Have, aber ich wurde weder mit den Charakteren noch mit dem Inhalt richtig warm. Was sehr schade ist, denn die Aufmachung und auch das Innendesign sind wirklich toll. 

Alles in allem ist es für Fans sicher empfehlenswert und erfreulich ein Buch zum Spiel zu erhalten. Für Nicht-Fans allerdings ist es alles andere als leicht zu lesen. 



Leider hat es mir der Schreibstil super schwer gemacht, sehr schade!





2 von 5 Salatköpfen 



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