Montag, 7. November 2016

Rezension zu Blind Wedding von Kera Jung

Titel:  Blind Wedding 
Autorin: Kera Jung 
Verlag: app Verlag
Erscheinungstermin: 12. Juli 2016
Seiten: 603
Genre: Roman











Autor/in


Ich bin ein Schreiber.
Ja, politisch korrekt sollte es 'Schreiberin' heißen, aber auf solche Kleinigkeiten lege ich keinen Wert.

Wer ich bin ist eigentlich eine gute Frage.

Ich bin Mutter von drei Kindern, Ehefrau, Futterspender beziehungsweise Streicheleinheitengeber für zwei Katzen und darüber hinaus der Chef von zwei recht großen Hunden.

Schreiben ist meine Obsession.

Mit zwölf Jahren zog ich mir eine chronische Sehnenscheidentzündung zu, weil ich wie eine Besessene auf meiner ersten Schreibmaschine übte. Und üben musste ich, damit meine Finger die Worte so schnell formten, wie meine Gedanken sie formulierten.

Aus dem großen und hektischen Berlin zogen wir uns schon vor einiger Zeit zurück.Die Unpersönlichkeit; die Tatsache, dass Berlin niemals schläft - nie zur Ruhe kommt, entspricht nicht dem Naturell meiner Familie und mir.
Wir wohnen nun im beschaulichen "Ländle", weitab aller Hektik.
Hier haben wir die Ruhe und die Natur, die wir wollen, die ich benötige.

Was ich zum Leben brauche? Das ist einfach zu beantworten:
Neben meiner Familie (wozu auch die Vierbeiner gehören) nur einen PC mit Schreibprogramm, viel Kaffee und einen Ort, an den ich mich zurückziehen kann.
Quelle: Amazon



Klappentext

April Palmer hat ein Problem: Ihr Freund hat sie von heute auf morgen sitzen lassen und sie damit in den schlimmsten Liebeskummer ihrer bisherigen Existenz gestürzt. 
Was für ein Glück, dass es Helen gibt, die sie kurzerhand auf einen Vergessenskurztrip nach Atlantic City entführt.
Greg McCarthy hat ebenfalls ein Problem: Er soll in wenigen Tagen heiraten und hat so gar keine Meinung zu diesem speziellen Thema. 
Im Grunde will er nur endlich die Firma seines Vaters übernehmen, und der fordert nun einmal vorher eine Hochzeit, egal mit wem. 
Anlässlich des Junggesellenabschiedes entführen ihn seine Freunde nach Atlantic City, wo er noch einmal die Sau rauslassen soll, bevor ihm die Ketten der Ehe angelegt werden.
Als April und Greg sich treffen, prallen zwei Charaktere aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. April, Krankenschwester aus Brooklyn, die in einem heruntergekommenen Appartement lebt und am liebsten zerrissene Jeans und Boots trägt. Und Greg, der smarte, gut aussehende Erbe des Finanzimperiums, der im Grunde doch nur seine Ruhe will, zu ein paar Stunden mit einer aufregenden Frau aber bestimmt nicht nein sagt.
Ein Tanz, ein Kuss, jede Menge Alkohol, zwei epische Kater und etliche Stunden später wissen sie, dass sie nicht nur unvergesslichen Sex miteinander erlebt, sondern nun auch ein gemeinsames Problem haben.
Beide finden für sich eine Lösung, die jedoch unterschiedlicher nicht ausfallen könnte, womit das Schicksal erst richtig in Aktion tritt.

Dies ist ein abgeschlossener Roman.
Quelle: Amazon




Meine Meinung

Puh wo soll ich Anfangen? Das wird eine schwere Geburt... 
Also erstmal zum Cover, hätte mich die Klappe nicht angesprochen, hätte ich das Buch einfach ignoriert. Für mich ist das wieder so ein 0815 Cover. Es sagt null über die Geschichte aus und passt meiner Meinung nach leider auch nicht wirklich zum Inhalt.

Der Schreibstil ist absolut in Ordnung, die Seiten lasen sich gut weg und ich kam auch recht schnell in die Geschichte.

Wie schon gesagt die Klappe fand ich gut und somit wollte ich nun auch endlich mal ein Buch von dieser Autorin lesen. Kera Jung ist mir bisher immer durch die Lappen gegangen und das musste ich nun endlich ändern. ;)

Die Protagonisten sind mir leider irgendwie unsympathisch, der reiche, sexy Typ der nur seine Arbeit und Vögeln im Kopf hat muss nun heiraten um die Firma zu erben. Mit Liebe hat das null zu tun schon klar, daher sucht er sich bei einer Party einfach eine
X-beliebige Kandidatin aus und macht ihr einen Antrag. Beide kennen sich nicht weiter und er hat auch kein Interesse daran irgendetwas zu ändern.
Aber was wäre eine Hochzeit ohne einen Jungesellen Abschied? 
Ihr könnt euch sicher ungefähr denken wie dieser endet und was mit einer Menge Alkohol alles passieren kann wenn man in Las Vegas mit seinen besten Freunden und Saufkumpanen feiert.

Alles irgendwie vollgepackt mit Klischees und wirklich einer Menge Alkohol. Vorurteile kommen auch nicht zu knapp. Die Autorin macht es einem wirklich nicht einfach mit diesem Werk. Und dann auch noch 603 Seiten. Ich hätte daraus entweder einen Mehrteiler gemacht oder einfach alles viel viel kürzer gefasst. Das ist für so einen Art von Geschichte einfach nach meiner Meinung viel zu viel.

Was mich aber wirklich am aller meisten gestört hat, war Greg und seine Meinung über Frauen insbesondere über April. Ja die beiden haben sich im Vollsuff das erste mal aufeinander eingelassen aber muss er denn immer wieder betonen das sie so gar nicht ihr Typ ist und auch nicht sonderlich schön etc? Das macht das ganze Buch noch unglaubwürdiger für mich. 

Leider also für mich ein kleiner Reinfall und eine Empfehlung würde ich für dieses Buch auch nicht geben. 

Fazit

Viel Alkohol ist auch keine Lösung.

Bewertung

Cover: 2/6

Inhalt: 2/6

Grundidee:  3/6

Umsetzung:    1/6

Protagonisten:  1/6

Gesamtpunktzahl: 9 Punkte von 30 Punkten





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