Freitag, 29. Juli 2016

Gastrezension zu Worte für die Ewigkeit von Lucy Inglis


Autorin: Lucy Inglis
Verlag:  Carlsen
Erscheinungstermin: 28. Juli 2016
Seiten: 400
Genre: Fantasy















Autor/in

Lucy Inglis ist Historikerin und hat sich auf das 18. Jahrhundert spezialisiert. Ihr Blog Gregorian London, für den sie mehrfach ausgezeichnet und der von internationalen Zeitungen und Zeitschriften hochgelobt wurde, ist inzwischen Sekundärquelle für Studenten und Institutionen. Mit ihrem Mann und dem Border Terrier lebt sie im Schatten der St Paul's Cathedral in London. 

Quelle: Verlag



Klappentext

Sommer in Montana, darauf hat Hope so gar keine Lust. Aber gegen ihre resolute Mutter kann sich die 16-Jährige einfach nicht durchsetzen. Und hier, mitten im Nirgendwo, auf einer einsamen Pferderanch begegnet sie Cal, der ihr Leben für immer verändern wird. Montana 1867, die 16-jährige Emily ist auf dem Weg zu ihrem Ehemann, den sie nie zuvor gesehen hat. Doch die Kutsche, in der sie unterwegs ist, verunglückt und als einzige Überlebende wird sie von Nate gerettet - einem Halbindianer, der ihr zeigt, was Leben und Freiheit bedeutet. Zwei große Liebesgeschichten, die auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind.
Quelle: Verlag



Meine Meinung


Das Cover finde ich sehr gelungen. Die Farbgestaltung spricht mich an und das Motiv – eine scheinbar junge Frau in einem Feld stehend, das Haar im Wind wehend -  ist zwar nichts aufregendes, drückt aber meiner Meinung nach eine gewisse Sehnsucht aus, was hier sehr zum Inhalt passt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig. Man fliegt förmlich über die Kapitel hinweg.

2 Schicksale auf mysteriöse Weise miteinander verbunden, machen den Grundgedanken des Buches aus. Zum einen wäre da Hope, eine 16 jährige, die mit ihrer Mutter aufgrund deren Job ständig auf Reisen ist und nun mal wieder ihr geliebtes London für einige Zeit verlassen muss. In die Einöde Montanas geschickt, versucht sie das Beste aus der Zeit auf der Ranch der Crows zu machen. Dort trifft sie auf Cal, einen nicht unattraktiven Jungen der Probleme mit dem Gesetzt zu haben scheint. Sie tritt ihm zunächst schüchtern entgegen, aber als sich das Verhältnis bessert, erlebt sie mit ihm das Abenteuer ihres Lebens.

Zum anderen ist da Emily, eine auch 16 jährige junge Frau aus gutem Hause, die im Jahr 1867 von ihren Eltern aus London zu ihrem potentiellen Ehemann (einem hohen Tier in der Eisenbahngesellschaft) durch halb Amerika geschickt wird. Begleitet wird sie durch eine etwas spießige Gouvernante und ein paar Männer zum Schutz. Auf ihrem Weg durch die Prärie machen sie an verschiedenen Orten Rast. An einem davon sieht sie zum ersten Mal Nate, einen Halbindianer, der sie sofort in seinen Bann zieht. Als die Kutsche der Gesandtschaft verunglückt und Emily als einzige überlebt, rettet ausgerechnet dieser ihr das Leben. 

Ich war gleich von der ersten Seite an gefesselt und wollte einfach nur weiterlesen. Zunächst irritierte der kapitelweise Wechsel zwischen Emily und Nate und dann wieder Hope und Cal. Daran gewöhnte ich mich aber schnell und so wurde mal die eine und mal die andere Geschichte vorangeführt. Anfangs sieht man den Zusammenhang zwischen den beiden Mädchen noch nicht, aber je weiter man liest, desto deutlicher wird die ganze Sache. Ich habe sowohl mit der einen als auch mit der anderen mitgelitten, vor allem aber mit Emily, die es wahrlich nicht einfach hatte.

Das Buch ist wirklich sehr spannend geschrieben und zum Ende hin überschlagen sich mal wieder die Ereignisse. Ich muss sagen, es waren auch für mich sehr unerwartete Geschehnisse dabei, die mich schon etwas sprachlos machten und mir das ein oder andere Tränchen fließen ließen. 


Fazit

Alles in allem sehr empfehlenswert. Wen also das hin und herspringen der Zeiten nicht stört und eine Mischung aus historischen Ereignissen und Liebesgeschichte lesen möchte, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen.

Bewertung

Cover: 6/6

Inhalt: 5/6

Grundidee: 5/6

Umsetzung:   6/6

Protagoniten: 6/6

Gesamtpunktzahl: 28 Punkte von 30 Punkten





Marion

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