Sonntag, 8. Mai 2016

Gastrezension zu Verschwundene Seelen: die Vergessenen der Wirklichkeit von Annika Meyer

Verlag: Fabulus Verlag
Erscheinungstermin: 1. März 2016
Seiten: 340
Genre: Jugendbuch/ Roman 

















Autor/in

Annika Meyer, Jahrgang 1999, ist musisch und künstlerisch hochtalentiert und hat bereits an mehreren Wettbewerben erfolgreich teilgenommen. Ihre wahre Leidenschaft gilt aber der Literatur und dem Schreiben. Neben der Schule widmet sie jede freie Minute diesem Hobby. »Verschwundene Seelen« ist ihr Debütroman.

Quelle: Verlag



Klappentext

Alina und weitere sechs Jugendliche gehören zum engeren Kreis der Auserwählten. Sie sollen das Buch des Lebens, das »Zauberbuch«, vor der Vernichtung durch die Schattenmenschen retten. Dazu sind die Aus- erwählten mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet. Im Kampf um das Gute haben sie es jedoch mit einem übermächtigen und verschlagenen Feind zu tun, der mit aller Brutalität vorgeht. Werden die sieben diese Schlacht letztendlich für sich entscheiden und die Schattenmenschen zurückdrängen können?
Der Preis ist hoch, den die Auserwählten für ihre Berufung zu zahlen haben: Solange sie sich in ihrer Parallelwelt bewegen, verlieren Freunde, Verwandte und Kameraden in der »normalen« Welt jegliche Erinnerung an sie. Die Auserwählten sind dann die »verschwundenen Seelen«.
Quelle: Verlag



Meine Meinung


Alina und weitere sechs Jugendliche gehören zum engeren Kreis der Auserwählten. Sie sollen das Buch des Lebens, das »Zauberbuch«, vor der Vernichtung durch die Schattenmenschen retten. Dazu sind die Auserwählten mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet. Im Kampf um das Gute haben sie es jedoch mit einem übermächtigen und verschlagenen Feind zu tun, der mit aller Brutalität vorgeht. Werden die sieben diese Schlacht letztendlich für sich entscheiden und die Schattenmenschen zurückdrängen können?
Der Preis, den die Auserwählten für ihre Berufung zu zahlen haben ist hoch. Solange sie sich in ihrer Parallelwelt bewegen, verlieren Freunde, Verwandte und Kameraden in der »normalen« Welt jegliche Erinnerung an sie. Die Auserwählten sind dann die »verschwundenen Seelen«.

Das Cover ist auf jeden Fall ein Hingucker, es hat zumindest durch die Farben und die Schrift mein Interesse geweckt.

Der Schreibstil der noch jungen Autorin wirkt, wie ich finde, doch sehr jugendhaft. Es sind ständig Wiederholungen von Wörtern und einige, teilweise unschöne Kraftausdrücke enthalten, die wie es scheint unter jugendlichen normal sind. Ich finde aber, diese Worte haben in der Literatur in diesem Umfang wie es hier geschrieben ist, nichts zu suchen. Auch Rechtschreibfehler und ein fehlerhafter Satzbau an manchen Stellen erschweren ein flüssiges Lesen.

7 Jugendliche, die sich wenn überhaupt nur vom Sehen kennen werden zu einer Art Armee zusammengewürfelt und sollen, wie soll es anders sein, die Welt retten. In diesem Fall indem sie das Zauberbuch vor der Vernichtung durch die Schattenmenschen beschützen. Was mich sehr störte, die Vornamen der Protagonisten werden fast ausschließlich immer aufgezählt. Anstelle von „Alina und die anderen“ oder „Alina und ihre Freunde“ schreibt die Autorin immer „Alina, Jonas, Cedric, Fabio, Luna, Mia und Anton“ oder eben in einer anderen Reihenfolge. 

Dann gibt es da noch Lovelyn, eine Art Mentor der 7 Kämpfer, sie sagt ihnen was sie tun sollen und wie sie ihre Fähigkeiten, mit denen sie natürlich ausgestattet sind, entwickeln und trainieren.
Weiterhin wird die beste Freundin von Alina, Yvonne, beschrieben, die, wie leider schon auf dem Buchumschlag beschrieben steht, noch eine tragende Rolle einnehmen wird. Ich finde das ist ein Spoiler.

Ich hatte schon den Eindruck irgendwie mitten ins Geschehen geworfen zu werden. Da ist Alina die auf Lovelyn trifft und zu erfährt, dass sie noch 6 weitere Leute finden muss um dann die Welt zu retten. Die Gruppe ist recht schnell zusammen, dann folgt ein recht großer Teil, indem die Kämpfer lernen mit ihren Fähigkeiten umzugehen. Danach geht der Kampf gegen die Schattenmenschen auch schon los. Über Lovelyn, das Zauberbuch oder die Hintergründe erfährt der Leser nur sehr wenig.

Was mich auch etwas störte, manche Szenen werden aufgebaut und aufgebaut nur um dann in einem Satz beendet zu werden. Sowas wie „ Sie warf ein Messer und XY war tot!“ macht doch alles kaputt!

Den erwarteten Showdown gibt es meiner Meinung auch nicht wirklich. Bis ca. 25 Seiten vor Schluss ist der Leser immer noch mitten im Geschehen. Es lässt sich nicht ausmachen, ob denn nun der Kampf gegen die Schattenmenschen gewonnen oder verloren wird. Dann kommen etwa 10 Seiten, die die Geschichte etwas vorantreiben und der Rest ist Nachgeplänkel. Das Ende? Enttäuschend. Ich habe den Eindruck es müsste ein weiteres Buch geben.


Fazit

Alles in allem ist die Idee nicht neu. Menschen bekommen Kräfte und sollen die Welt retten. Ich finde aber die Umsetzung hier wirklich nicht gelungen. Das flüssige Lesen fiel mir aufgrund des Schreibstils doch recht schwer, wobei es geht wenn man einige Kapitel gelesen hat. Der Leser erfährt kaum was über Hintergründe und so richtig „fantastisch“ ist die Geschichte auch nicht, denn die Parallelwelt die es gibt, wirkt eben wie eine ganz normale Welt und die Schattenmenschen sind auch nur Menschen. Es gibt keine mystischen Wesen, magische Orte oder sonstige Dinge (außer den „Kräften“ der Jugendlichen) die Fantasy für mich ausmachen. Ich habe definitiv schon bessere Fantasybücher gelesen.

Bewertung

Cover: 4/6

Inhalt: 1/6

Grundidee: 2/6

Umsetzung:  2/6

Protagonisten: 3/6

Gesamtpunktzahl: 12  Punkte von 30 Punkten





Marion

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