Freitag, 15. April 2016

Rezension zu IM LAND DES WASSERMONDES von ISABEL BETO




Autor/in: Isabel Beto
Erscheinungstermin: 21.02.2016
Seiten: 352 Seiten
Genre: Jugendbuch


















Ayre wird von den anderen Mitgliedern ihres brasilianischen Stammes gemieden. Alle halten sie für die Tochter eines Boto, eines Flussdelfins: Delfine, so glaubt man, können menschliche Gestalt annehmen und bringen Unheil. Um überleben zu können, arbeitet Ayre als Wäscherin bei weißen Siedlern und trifft dort auf Hardo, einen jungen Deutschen. Es ist der Beginn einer zarten Liebe, die unter keinem guten Stern steht ...


Ich habe dieses Buch in einer Leserunde lesen dürfen. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensions Exemplar. 

Mir fiel dieses Buch auf jeden Fall wegen seines Covers sofort auf. Es ist einfach ein wunderschönes Buch. Das Cover wird von (ich behaupte mal) Seerosen geschmückt. Die sind etwas hervor gehoben und man kann mit dem Finger darüber fahren. Unter dem Schutzumschlag ist das Cover auch schön, schaut doch einfach mal darunter. 

Ayre gehört zu den Einheimischen und arbeitet für die Weißen. Sie selbst ist eine Außenseiterin in ihrem Stamm, die Menschen dort halten sie für einen Boto. Ein Fabelwesen, einen Delfin. Ayre trifft bei den Weißen auf Hardo. Er ist nicht sehr begeistert plötzlich in Brasilien in einem Camp zu leben und vor allem zu arbeiten.  

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Hardo und Ayre erzählt. Die Autorin wechselt zwischen zwei völlig verschiedenen Perspektiven hin und her. Regelmäßig gibt es noch geheimnisvolle Kapitel von dem oder der Boto. Ich fand diese Idee gut, aber der Schreibstil hat es mir ab und zu wirklich schwer gemacht die Geschichte fließend zu verfolgen. Der Schreibstil passt sich der damaligen Zeit an, 1873.  

Neben der Liebesgeschichte und dem geheimnisvollen Boto lernen wir auch etwas über die Eisenbahn und vor allem über Sklavenarbeit. Ich fand es größtenteils wirklich spannend. Ab und zu gab es eine Länge, aber ich kam gut darüber hinweg. 

Ayre ist ein hübsches Mädchen, aber noch immer unverheiratet. Sie ist klug und fleißig, wie alle Eingeborenen ist sie abergläubisch und glaubt vor allem an die alten Legenden ihres Stammes. 

Hardo ist ein Draufgänger und Weiberheld. Aber im Busch ist das Leben ganz anders und er muss sich an die Gegebenheiten anpassen.

Alles in Allem hat mich das Buch gut unterhalten. Ich weiß nicht ob es für Jugendliche nicht fast etwas zu viele Informationen sind, aber das vermag ich nicht zu beurteilen. 

Fazit

Ein Jugendbuch, dass einen tief in den brasilianischen Busch führt. 







3 von 5 Salatköpfen 






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