Sonntag, 3. April 2016

Rezension zu DIE LÄNGSTE NACHT von ISABEL ABEDI



Autor/in: Isabel Abedi
Verlag: Arena Verlag
Erscheinungstermin: 10.03.2016
Seiten: 408 Seiten
Genre: Jugendbuch




















Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet - aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. Wenig später bricht sie mit ihren Freunden zu einer Fahrt quer durch Europa auf und stößt in Italien durch Zufall auf den Schauplatz des Manuskripts: Viagello, ein malerisches kleines Dorf. Der Ort strahlt für Vita eine merkwürdige Anziehungskraft aus, die noch stärker wird, als ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße fällt. Auf den ersten Blick ist Luca für Vita etwas Besonderes, doch etwas an ihm und seiner Familie kann sie nicht fassen. Noch ahnt sie nicht, dass er sie auf eine Reise tief in ihre Erinnerungen führen wird, an deren Ende etwas steht, was einst in Viagello geschah - in jener längsten Nacht.



Ich fand das Cover auf dem Bild schon toll, aber live ist es wirklich wunderschön. Es ist ein gelbes Buch mit einem Schutzumschlag in den das Gesicht gestanzt ist. Dadurch kommt der Effekt zustande. Wirklich toll und das helle Gelb finde ich toll. Ob es zum Buch passt? Schwer zu sagen, es überträgt ein wenig die magische Stimmung in der Geschichte, denke ich.  

Vita hat gerade ihr Abitur fertig und macht mit ihren besten Freunden Trixie und Danilo einen Road-Trip mit einem alten Bulli. Die drei wollen vor ihren nächsten Herausforderungen ein wenig von der Welt sehen. Durch einen Zufall landen sie in Viagello, einem kleinen Dorf in Italien. Vita erinnert sich, dass ein Manuskript eines bekannten Autors genau in dieser Umgebung handelt. Vita ist sofort verzaubert und versucht alles dort zu ergründen. Sie ahnt nicht, dass ihre Suche sie in die Vergangenheit führt. 

Ich muss sagen, dass ich die ersten 50 Seiten wirklich nicht in Begeisterung ausgebrochen bin. Ich fand es schleppend, weil es vor allem Infos zu Vita und ihrem Leben sind. Obwohl ich die Idee mit der Bulli Tour toll finde und die drei beneide. Ganz langsam, wird man näher an die eigentliche Geschichte geführt, auf Zehenspitzen sozusagen. Und dann habe ich nicht mehr aufhören können mit dem Lesen. 

Vita ist wahnsinnig fleißig, ehrgeizig und strebsam. Und wenn sie mal ehrlich ist, dann ist sie einsam, traurig. Vor allem ihre Eltern sind für sie ein Rätsel. Als sie Luca kennenlernt möchte sie endlich jemand anderes sein. Ob sie es schafft aus sich heraus zu brechen? 

Ich mochte die Grundidee wirklich sehr, auch, dass die Geschichte in Italien spielt passt gut. Die Umsetzung war für mich, wie ich es mir erhofft hatte. Isabel Abedi versteht es einfach, ihren Büchern etwas besonderes zu geben, und das konnte ich auf jeden Fall wieder entdecken. 

Wer ein Buch erwartet mit einem Höhepunkt nach dem anderen, den muss ich enttäuschen. Wer aber sich ein Buch wünscht, mit Tiefgang, einem überraschenden und schockierendem Ende und Liebe, der ist hier genau richtig.


Ich freue mich, es ist ein Einzelband, daher werden bis zum Ende alle Fragen aufgeklärt. 

Ich durfte das Buch im Rahmen der Blogtour lesen, vielen Dank an den Verlag an dieser Stelle!


Fazit

Ein Jugendroman, gepaart mit einer Liebesgeschichte und einer gehörigen Portion Düsternis und Thrill.







4 von 5 Salatköpfen 




























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