Donnerstag, 17. März 2016

Rezension zu Panthersommernächte von Bettina Belitz



Autor/in: Bettina Belitz
Verlag: Loewe Verlag
Erscheinungstermin: 15.02.2016
Seiten: 400 Seiten
Genre: Jugendbuch



















Manchmal braucht man ein bisschen Magie, um zu sich selbst zu finden und zur ersten großen Liebe. Und niemand erzählt das auf so poetische und humorvolle Weise wie Splitterherz-Autorin Bettina Belitz. Mit Panthersommernächte legt die Bestsellerautorin einen fantastischen Jugendroman vor, der in Ton und Stimmung an ihre beliebte Luzie & Leander-Reihe anknüpft.Unter Ninas Bett liegt ein schwarzer Panther. Eine lebendige, wilde Raubkatze, die urplötzlich in der Kleinstadt aufgetaucht ist und die Bürger in Angst und Schrecken versetzt. Während draußen schon der Schützenverein zur Jagd auf „die Bestie“ bläst, ist es Nina gelungen, Kontakt zu dem Tier aufzunehmen. Sie spürt den geheimnisvollen Zauber des Panthers, der sich sogar von ihr berühren lässt. Aber ein Panther ist kein Schmusekätzchen. Er braucht Freiheit und vor allem täglich jede Menge frisches Futter. Hilfe bekommt Nina von ihrem Klassenkameraden Lionel. Ausgerechnet, denn Lionels Vater ist der Anführer der Panther-Jagdgesellschaft.

Ich fand den Titel und den Klappentext ansprechend, und da ich unbedingt wissen wollte was hinter beidem bzw. in beidem steckt wollte ich es lesen. 

Das Cover finde ich soooo unpassend. Sowohl die Farbwahl als auch die Motivwahl gefallen mir gar nicht. Ich hätte mir hier vielleicht mehr Sommer gewünscht, und hellere Farben, dann würde es auch besser zum Inhalt passen. 

Nina arbeitet an ihrer Schule für verschiedene Projekte, unter anderem leitet sie die Schülerzeitung. Zumindest tut sie das so lange bis die neueste Ausgabe erscheint und sie einen ihrer Lehrer darin so sehr bloß stellt, dass dieser mit einem Krankenwagen abgeholt werden muss. Nina ist entsetzt, ebenso wie die Schüler und der Direktor. Ab sofort ist Nina nicht mehr bei der Schülerzeitung. Doch das hält sie nicht davon ab, die nächste Sensation zu wittern, als es gegenüber einen Angriff in der Metzgerei gibt, ein Panther soll es gewesen sein. Ist das Mumpitz oder doch die reine Wahrheit?

Ich muss gestehen, dass das mein erstes Buch von Bettina Belitz ist. Ich fand den Schreibstil der Autorin toll, ich war sofort in der Geschichte drin. Die Autorin bedient sich oft und gerne der Umgangssprache, das fand ich klasse, das macht manche Situationen auch überaus witzig. 

Die Grundidee war vor allem Süß. Sie war unterhaltsam und recht spannend umgesetzt und am Ende fand ich dann das Gesamtpaket trotzdem einfach nur Süß. Bettina Belitz transportiert, neben den Sätzen und der Geschichte die man offensichtlich sieht, zwischen den Zeilen noch unheimlich viele Gefühle und Gedanken. Das hat mir wirklich unheimlich gut gefallen, das regt gerade jüngere Leser an sich Gedanken zu machen. Zum Beispiel was man mit einem falschen Bild oder Wort so anrichten kann. 

Die Autorin versteht es wirklich gut, ausgefallene und lebendige Charaktere zu schaffen. Lionel und Nina, aber auch all die anderen Beteiligten waren voller Leben. Ich musste so oft lachen, und war auch an manchen Stellen mit den Protagonisten betrübt. 

Nina ist ehrgeizig, klug und witzig. Sie ist eigentlich gar nicht der Typ dafür, sich über andere Menschen lustig zu machen. Im Gegenteil, sie ist immer gerecht und im Zweifel für den Schwächeren. Um so mehr schockiert sie ihr eigenes Verhalten. Vielleicht kann man daraus ja etwas lernen?

Lionel, ja was soll ich sagen. Er ist mir ans Herz gewachsen, noch mehr als Nina. Er ist so unheimlich mutig, witzig, klug und einfühlsam. Ich habe ihn ebenso wie Nina völlig falsch eingeschätzt und dafür mochte ich ihn noch mehr. 

Ich bin sicher, dass das nicht mein letztes Buch von Bettina Belitz war, im Gegenteil, es hat mir gut gefallen. Ein absolut lesenswertes Jugendbuch!


Fazit

Ein Sommer, ein Panther und Nina und Lionel, mehr braucht eine gute Geschichte nicht.






4 von 5 Salatköpfen 




























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