Mittwoch, 30. März 2016

Rezension zu Herbstmondin von Isabella Rameder




Autor/in: Isabella Rameder
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungstermin: 09.02.2016
Seiten: 256 Seiten
Genre: Liebesroman



















Polizist Mark hat im Leben alles, was er sich erträumt hat: Eine schicke Wohnung in München, eine erfolgreiche und attraktive Frau, die Anerkennung seiner Kollegen ... doch dann bricht seine Welt plötzlich zusammen und er findet sich in einem Pensionszimmer in einem kleinen Dorf wieder. Alles hier steht für Dinge, die Mark nicht leiden kann: Altmodische Ansichten, Klatsch und Tratsch, Gruselgeschichten und – als wäre das alles nicht schon genug – rennt die ganze Ortschaft auch noch einem dubiosen Schamanen hinterher. Zum Glück gibt es wenigstens einen Vermisstenfall an einem dunklen Ort mit schwerer Vergangenheit, so dass Mark sich in Arbeit stürzen kann. Doch als dann auch noch die hübsche Vroni auftaucht, verstrickt er sich so endgültig in seinem Gefühlschaos, dass er droht darin verloren zu gehen. 




Ich durfte das Buch im Rahmen der Blogtour lesen, vielen Dank dafür an die Autorin!

Das Cover fällt einem natürlich direkt ins Auge und ich muss sagen ich finde es sehr gelungen. Es ist für einen Liebesroman nicht typisch, aber das ist nichts schlechtes. Die mystische Stimmung ist aber deutlich übertragen. 

Mark ist Polizist und lässt sich nach der Trennung von seiner Frau in ein kleines Dorf mitten in Bayern versetzen. Er hofft hier etwas Abstand zu bekommen und seine Angelegenheiten regeln zu können. Sein erster Fall ist gleich brisant, eine Jugendliche verschwindet spurlos. Er ist gleich Feuer und Flamme und leitet seine Ermittlungen ein. Er hat nur nicht damit gerechnet, dass auf dem Dorf einfach alles so ganz anders läuft als in München. Sogar die Liebe... .

Ich fand den Schreibstil wirklich gut. Die Autorin schafft es dem Leser schöne Bilder in den Kopf zu zaubern, auch die "gruseligen" Orte kommen sehr düster rüber. 

Die Grundidee fand ich toll. Nicht so neu, aber mit dem Schamanen und den Krimi-Aspekten fand ich es wirklich klasse umgesetzt. Die Autorin bedient die Klischees der bayrischen Dörfler sehr gut und ich habe öfter geschmunzelt. 

Leider bin ich mit den Charakteren so gar nicht warm geworden. Mark ist Polizist und sowas von sich selbst überzeugt, ganz furchtbar. Er kann alles super, findet jeden verschwundenen und ist eh der gutaussehendste Typ unter der Sonne. Er mag keine Kinder, und auch das Dorfleben findet er total doof. Dann lernt er Vroni (Veronika) die Tochter der Herbergsmutter kennen und die Welt ändert sich. Vroni ist fleißig, klug, sieht eigentlich ganz gut aus, aber hat leider ein Kind. Da haben wir das Problem. Die beiden sind so verschieden wie zwei Menschen nur sein können. 

Ich fand einfach, dass Mark ein Typ Mann ist in den eine kluge Frau sich nicht verliebt, vor allem nicht, wenn er alles doof findet, dass man selbst mag. Für mich ging das auch menschlich alles zu schnell. Mark fragt sich gleich wieso alle Vroni sagen und nicht Veronika. Hach, das kam für mich leider nicht so an, auch gefühlsmäßig war ich nicht so mitgerissen wie ich es mir gewünscht hätte. 

Im Großen und Ganzen denke ich, dass hier und da noch kleinere Dinge in der Umsetzung etwas Schliff bräuchten. Die Grundidee und der Schreibstil können sich aber sehen lassen. Die Krimi-Aspekte waren düster und auch der Spannungspegel war durchaus mitreißend.

Es handelt sich um einen Einzelband. Ob sie sich am Ende kriegen müsst ihr schon selbst in Erfahrung bringen. 



Fazit

Ein Buch, dass nicht alle meine Erwartungen erfüllen konnte, aber durchaus lesenswert ist.









3 von 5 Salatköpfen 




























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