Montag, 21. März 2016

Hörbuch Rezension zu Infernale von Sophie Jordan




Autor/in: Sophie Jordan
gelesen von Frederike Walke
Verlag: cbj Audio
Erscheinungstermin: 15.02.2016
Spieldauer: 
6 Stunden 28 Minuten
Genre: Jugendbuch












Als Davy positiv auf das Mördergen Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung zerbricht und ihre Freunde fürchten sich vor ihr. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie tatsächlich zu einer Mörderin?




Ich wollte dieses Buch unbedingt und habe mich dann entschieden das Hörbuch zu kaufen. Eine sehr gute Entscheidung muss ich sagen. Das Cover passt zur Geschichte, wirkt sehr geheimnisvoll. Es ist ansprechend für den Leser, das ist alles was wichtig ist oder?!

Davy ist eine Musterschülerin und hat ein besonderes Händchen für Musik. Man könnte sagen, sie ist ein Ausnahmetalent. Sie beherrscht jedes Instrument, dass man ihr in die Hand gibt, schon seit sie drei Jahre alt ist. Sie lebt mit ihrer bürgerlichen Familie, Eltern und ihrem Bruder Mitchell, in einer guten Wohngegend. Doch dann bekommt Davy die Mitteilung, dass sie in einem Routine Bluttest positiv auf HTS getestet wurde. Dieses Gen macht sie zum Träger für Gewalt, Wut, Widerstand und Mord. Von jetzt auf gleich ändert sich Davys Leben vollständig. Ist sie wirklich gefährlich? Könnte sie einen anderen Menschen töten?

Diese Rezension fällt mir wieder so unglaublich schwer. Die Thematik des Buches lässt sich so gut auf die Geschehnisse in der Gegenwart übertragen. Häufig fühlte ich mich an "Die Welle" erinnert, nicht weil die beiden sich ähnlich sind, sondern weil die Reaktionen der Menschen ähnlich sind. 

Die Autorin beschreibt eine Situation, die man als Diskriminierend bezeichnen kann. Davy wird plötzlich als ein anderer Mensch gesehen, als ein Individuum, als ein Monster, sogar in ihrer Familie ändert sich alles, nur durch die Wörter HTS. Am Anfang ist Davy selbst voller Angst als sie auf andere Träger trifft, doch mit der Zeit erkennt auch sie die Wahrheit. 

Davy ist als Protagonistin gut gewählt. Sie ist am Anfang ebenso wie alle anderen voller Vorurteile, sie durchlebt während der Geschichte einen harten aber wichtigen Prozess und muss am Ende einsehen, dass die Welt alles andere als Gut ist. 

Das Ende war mir persönlich etwas zu platt. Die ganze Geschichte war spannend und mitreißend, nur das Ende kam abrupt und flach. 

Ich bin bei der Altersangabe ab 13 etwas unsicher, da das Buch doch auch komplex und gewalttätig ist, nicht übertrieben, aber ob ein Jugendlicher mit 13 das alles versteht ist für mich fraglich. 

Ich bin gespannt auf den zweiten Band, ich habe mir sagen lassen, dass dieser im Frühjahr 2017 erscheint. 


Fazit

Dieses Buch ist spannend, aufwühlend und so wichtig, weil es den Leser oder Zuhörer zum Nachdenken anregt. Das sollte man sich auf keinen Fall nehmen lassen!









4 von 5 Salatköpfen 




























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