Dienstag, 3. März 2015

Rezension zu Wir wollten nichts. Wir wollten alles. von Sanne Munk Jensen

http://www.oetinger.de/fileadmin/verlagsgruppe-oetinger.de/vsg_images/cover/download/9783789139208.jpgTitel: 
Wir wollten nichts. Wir wollten alles.



Autor/in: 
SanneMunk, Glenn Ringtved
Verlag: Oetinger Verlag
Erscheinungstermin: 20.01.2015
Seiten: 336 Seiten
Genre: Jugendbuch





*Leseprobe




Autor/in

Sanne Munk Jensen, Jahrgang 1979, ist eine dänische Schriftstellerin. Sie schreibt vorwiegend für junge Erwachsene und wurde mehrfach ausgezeichnet. Für den Roman "Wir wollten nichts, als es begann. Wir wollten nichts. Wir wollten alles" erhielt sie gemeinsam mit Koautor Glenn Ringtved den Autorenpreis des dänischen Kultusministeriums 2013.  

Glenn Ringtved, 1968 geboren, ist ein dänischer Schriftsteller. Er hat bereits mehr als vierzig Bücher für Kinder und junge Erwachsene geschrieben, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. Für den Roman "Wir wollten nichts, als es begann. Wir wollten nichts. Wir wollten alles" wurde er gemeinsam mit seiner Koautorin Sanne Munk Jensen mit dem Autorenpreis des dänischen Kultusministeriums 2013 ausgezeichnet.



Klappentext

Lässt nicht los: Liebe, die absoluter nicht sein kann. Zwei Leichen werden aus dem Limfjord gezogen: Liam und Louise. Ihre Hände sind mit Handschellen aneinandergekettet. Alle Indizien weisen auf Selbstmord hin. Louises Eltern zerbrechen fast am Tod ihrer Tochter, doch ihr Vater klammert sich daran, die Wahrheit herauszufinden. Als er Louises Tagebuch findet, eröffnet sich ihm das Leben, das seine Tochter und Liam in den vergangenen Monaten geführt haben. Ein Roman, der unter die Haut geht: gewaltig und voller Sehnsucht mit einer Heldin voller Hingabe und einem Protagonist voller Widersprüche. In der Tradition der großen skandinavischen Autoren.



Meine Meinung

Das Cover zeigt ein Paar (schwarz), dass an den Händen mit einer weißen Handschelle gefesselt ist. Während des Sprunges um den es in dem Buch geht würde ich sagen Das Cover fällt einem ins Auge und verrät nicht zu viel über die Geschichte. Ich finde es auch gut, dass das Cover so schlicht gehalten ist. So steht die Geschichte im Vordergrund. Das finde ich bei diesem Buch wichtig. 


Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Die Autoren schreiben aus der Sicht von Louise. Sie erzählt alles und gibt auch Kommentare zum Geschehen ab. Das fand ich sehr unterhaltsam. Man merkt aber auch wie ein Teenager denkt und man selbst vielleicht auch mal gedacht hat. Ich denke in der einen oder anderen Szene findet sich der Leser schon mal wieder. 

Die Kapitel werden abwechselnd erzählt, also Louise besucht mal Ian oder mal ihre Eltern. Und dann dazwischen halt die Vergangenheit mit dem Geschehen. Die Geschichte wird also rückwärts erzählt. 

Ich muss sagen dieses Buch ist so schön wie es auch schrecklich ist und das ist wieder der Moment wo ich nicht weiß was ich sagen soll bzw. was ich unbedingt sagen möchte damit ihr das Buch auch lest. 

Fangen wir mal damit an, dass Liam und Louise sich lieben, das ist schließlich alles woraus diese Geschichte entspringt, aus Liebe. Doch für ihre Liebe tut einer oder besser gesagt beide tun da Dummheiten und ganz schnell läuft alles aus dem Ruder. Das ist die eine Seite der Medaille. Liam hat es schön beschrieben mit einem Satz oder besser gesagt der Devise: 

"Das Letzte Hemd hat sowieso keine Taschen"

Dann gibt es da noch alles das nach dem Tod der beiden passiert und das bekommt Louise alles mit. Sie sieht wie die Trauer ihre Eltern voneinander weg treibt, wie Liams Dad immer weiter abdriftet. Und erst da bemerkt sie, dass vielleicht manchmal einiges zu wenig gesagt wurde.

Der Inhalt dieses Buches ist schön und schrecklich zugleich. Die Umsetzung ist so erschreckend ehrlich, dass es einem als Leser schwer fällt sich zu entziehen. Louise fesselt einen und man selbst ist als Leser völlig gefangen in den erschreckenden Details. Es ist schwierig die passenden Worte zu finden. 


Die Grundidee dieser Geschichte finde ich gut. Ich finde dieses Buch rüttelt ziemlich an dem Leser, gerade das Thema Tod schwebt immer so über einem. Aber es geht ja eigentlich viel mehr um die Liebe finde ich. 

Dieses Buch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.


Fazit


Dieses Buch rüttelt unaufhörlich an dem Leser

Bewertung

Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Inhalt: 6/6

Grundidee und Umsetzung: 6/6

Protagonisten: 6/6

Gesamtpunktzahl: 28 Punkte von 30 Punkten




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