Freitag, 22. November 2013

Rezension zu Wild von Lena Klassen

Wild von Lena Klassen

Wild


Titel: Wild
Autor/in: Lena Klassen
Verlag: Drachenmond
Erscheinungstermin: 11.03.2013
Genre: Dystopie, Fantasy
Seiten: 384
Reihe: ja
auch als Ebook erhältlich









Autor/in


Lena Klassen wurde 1971 geboren und begann schon früh Geschichten zu erzählen. Als sie dann Schreiben konnte, begann sie ihre Geschichten aufzuschreiben. So entstanden im Laufe der Zeit viele Kurzgeschichten, Gedichte und auch immer länger werdende Romane. 

Lena Klassen feierte bereits mit ihrer Magyria Serie große Erfolge gefeiert. 

Inhalt


Neustadt, hier lebt Pi, eigentlich heißt sie Peas (Erbse). Ihr Name ist ein Schreibfehler der Hebamme, die konnte nur schlecht Englisch, eigentlich sollte sie Peace heißen. 

Pi lebt in einer Welt ohne Kummer, Neid und Gewalt. Einmal in der Woche bekommen alle eine Injektion, die Glückswelle. Diese Injektion gibt Glücksgefühle in regelmäßigen Wellen ab. Pi ist dennoch nicht glücklich, sie ist anders und in einer Welt voller Glück darf man nicht unglücklich sein. 

Erster Satz

Niemand konnte so malerisch sterben wie Moon.

Meine Meinung

In das erste Kapitel bin ich erst nicht so gut hinein gekommen, so viele neue Informationen und Namen, das war am Anfang etwas schwierig. Doch dann war die Story direkt so fesselnd und ergreifend, dass ich nicht mehr aufhören konnte mit dem Lesen. 

Pi ist wahnsinnig realistisch und hat eine Persönlichkeit, die man einfach lieben muss. Ich war schon ein wenig erschüttert über die Welt in der Pi lebt. Man denkt immer eine Welt ohne Hass und Gewalt wäre eine schöne, doch Pi zeigt einem, dass auch diese kein Zuckerschlecken ist. Die Beschreibungen, als Menschen sterben und alle anderen so tun als wäre nichts passiert hat mich am meisten schockiert. Neustadt und seine Bewohner sind durch die Injektionen wahnsinnige Egoisten und Ignoranten, das ist wirklich krass. 

Pi ist von Anfang an anders, denn sie ist nicht genetisch verändert. Sie ist normal geboren und aufgewachsen wie wir. Ihre Eltern haben ihre Gene nicht verändern lassen oder sie einer Schönheitsoperation ausgeliefert. Sie hält sich ihr ganzes Leben für minderwertig deshalb, vor allem, weil ihr noch immer kein Partner zugewiesen wurde. Als Pi das erste mal ihren Gefühlen ausgeliefert ist kann sie kaum atmen vor Schmerzen, doch sie entscheidet sich für die Gefühle, auch wenn es schmerzt. 

Diese Dystopie ist so ganz anders als alle die ich bisher gelesen habe. Dieses Buch ist schockierend und fesselnd zugleich und man ist gefangen in einer Welt voller Glück. Aber nicht lange, denn das Unglück ist nicht weit und auch Pi muss sich entscheiden, ob sie glücklich oder unglücklich sein will. 

Pi lernt, dass Gefühle alles verändern, sie sind nicht immer schlecht, aber durch Gefühle verliert sie alles was ihr vorher so wichtig war. Denn Neid und Verrat sind ihr ganz nah und manche Dinge lassen sich nicht aufhalten.  

Um noch etwas zum Cover zu sagen, das Cover ist schlicht gehalten und sehr passend zur Story. In dem Buch finden sich an den Anfängen der Kapitel oben auf den Seiten Zeichnungen von Blättern. Das Buch wurde sehr passend zur Story gestaltet. 

Das Ende ist leider für mich etwas enttäuschend gewesen, aber nur, weil ich einfach ein Happy End mag und eine Dystopie das leider selten bereit hält. Da war ich direkt ein wenig traurig über die verlorenen Personen. Aber dennoch hoffe ich, dass Lena Klassen eine Fortsetzung dieses Buches schreibt. Denn ich vermisse Pi jetzt schon und würde gerne mehr von ihr und den Wilden lesen. 

Fazit

Dieses Buch zeigt, wie wichtig Gefühle sind. Erschreckend und faszinierend zugleich kann man Wild nicht mehr aus der Hand legen. 















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